Samstag, 8. märz 2008
- veröffentlicht in: Tagebuch
Status Quo: Ein langes Studium, viele Nebenjobs in den unterschiedlichsten Brachen, ein EWS-Examen und Schulpraktika, späte Umschreibung, keinerlei Praxiserfahrungen außer Praktika in Schulen???!!! ... Ich sehe die Personalen mit ihrem süffisanten Lächeln schon vor mir.

Nein. Ich will mehr. Ich will wissen, was mich erwartet oder was mich erwarten kann.

Blauäugig bin ich durch die Jahre gegangen.

Nun steh ich hier und weiß nicht was wird.

Weiß ich was ich will?
Kann ich etwas wollen, das ich nicht kenne?

Nein, Praktika müssen her!

Doch wie und wo?

Angebote gäbe es so viele, doch habe ich hier eine Wohnung, hier noch einige Seminare, die ich besuchen muss oder will.
Ein redaktionelles Praktikum war ausgeschrieben.
Öffentlichkeitsarbeit an sich würde mich interessieren.

Ich habe mich beworben. Ich bin eingeladen worden.

Ein Bewerbungsgespräch... Das erste meines Lebens, obgleich ich schon 26 Jahre alt bin.
Alle meine Nebenjobs sind mir nachgeschmissen worden. Schon zu Schulzeiten.
Ich war präsent in meiner Heimatstadt. Ich war früher in meiner Studienstadt präsent.
Immer hatte ich Fürsprecher oder wurde von den Verantwortlichen gefragt, ohne jemals eine Bewerbung zu schreiben, ohne jemals ein Bewerbungsgespräch führen zu müssen.
Im Internetcafe, Im Verkauf, Im Büro eines Maklers, im Büro einer Handelsagentur, im Büro einer Kneipe, in einer Werbeagentur, als Datenbankbetreuerin, als Flyerdesignerin, als Messehelferin,....
Nie habe ich mich beworben.... Und Nebenjobs machen keinen Lebenslauf!

Jetzt will ich lernen. Ich will lernen, was mich im Ernst des Lebens, der schneller kommt, als mir lieb sein wird, erwarten wird.

Ich habe recherchiert, wie dergleichen auszusehen hat und habe mich bei der einzigen Stelle, die ich durch Zufall im Internet entdeckt habe, für ein Praktikum in meinem Interessenbereich beworben.

Am Tag darauf sofort der Anruf der Firma und eine Terminabsprache für ein Bewerbungsgespräch. So schnell hatte ich das alles gar nicht erwartet!

Letzte Woche war ich nun dort.

Ich habe bemerkt, wie sehr mich die letzten beiden Jahre, in denen ich relativ zurückgezogen gelebt habe,  doch verändert haben.
Nicht mehr geübt in der Kommunikation mit mir fremden Menschen.... Wo ist meine Selbstsicherheit hin? Mein souverändes Auftreten? Oh, ich muss viel wieder lernen...

Bluse aus dem Schrank gekramt, damit ich ordentlich aussehe, ein wenig geschminkt, viel zu früh dort gewesen.

Habe ich mich gut verkauft?
Ich persönlich hatte nicht den Eindruck. Aufgeregt war ich. Ich habe wohl sehr viel Mist geredet, mich wiederholt, war aber ehrlich und habe auch zugegeben, dass ich bislang keinerlei Erfahrungen in diesem Bereich habe, sondern da bin, um Erfahrungen zu sammeln und zu lernen.
Ich habe Ahnungslosigkeit zugegeben...
*argh*

Ich sehe noch das Gesicht meines Ansprechpartners vor mir, der verständnisvoll lächelte und meine Aufregung entweder gekonnt ignorierte oder sie nicht bemerkte. Die ganze Situation war befremdlich.

Ich hätte mich wohl nicht eingestellt. Die Firma schon. Im nächstetn Monat beginne ich ein 3 Monatiges Praktikum. Ich freu mich drauf und habe doch auch Angst davor,
Ich will deren Ansprüchen genügen, aber primär auch den meinen.
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Samstag, 8. märz 2008
- veröffentlicht in: Die Ewigkeit des Augenblicks
 

Ein Blick in Vergangenes.

Ein Augenblick der zur Ewigkeit wurde.

Eine Ewigkeit die wieder zum Augenblick wurde.

 

Eine Woche, die einen Untergang einläutete.

Ein Woche, nur wenige Tage, nur wenige Stunden, können monatelang nachwirken.

 

Was geschieht, wenn einem Konsequenzen aus der Vergangenheit einholen, eine unsichere  Zukunft an einem mürbt und die Gegenwart über einem zusammenbricht? Was geschieht, wenn Geist und Körper auf einmal in Gefahr sind?

 

Was ist nun noch übrig von dem, was man vorher war?

 

Die Welt kann untergehen und man selbst mit ihr. Und doch steht man immer wieder auf.

 

In meinem Leben gab es diese Woche, die zur Ewigkeit wurde. Gefühle, die zerbrachen und deren Scherben tiefe Wunden rissen. Ein gebrochenes Ich und Sorge um die eigene Physis, die den Grat am Abgrund noch schmaler werden ließen. Ein Balanceakt über Jahre sollte folgen.

 

Aber es gab auch Gefühle und Taten, die nicht an die Zeit gebunden waren, deren Aussagen alles überdauern sollten. Zumindest in der Zukunft der zeithistorischen Gegenwart. Sag aus tiefstem Herzen jemandem, dass du ihn liebst und du fühlst die Zukunft und Ewigkeit des Gefühls, selbst wenn es viel später nur zu einem Augenblick wird, der verflogen ist, zu einer Vergangenheit wurde, die in dieser Gegenwart nichts mehr bedeutet.

 

Alles was wir erlebt haben, macht uns zu dem was wir sind. So gibt es glückliche und traurige Momente in jedem Leben, die ihre Nachwirkungen haben, die einen formen. Momente, die etwas auslösten und in ihrer Komplexität jegliche Zeitgebundenheit verloren, weil ihre Konsequenz darüber hinauslebt.

 

Ich bin die Konsequenz aus meiner Vergangenheit und jeder einzelnen Gegenwart und Zukunft, die ich erlebt habe.

Ich bin das sich immer wandelnde Resultat aus Augenblicken und Ewigkeiten, aus Momenten, die weitergedacht werden, aus Situationen, die weitergelebt werden, aus Visionen, die verloren sind.


Welche Vergangenheit wird einst die heutige Gegenwart für mich sein?

 

 

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Samstag, 8. märz 2008
- veröffentlicht in: Die Ewigkeit des Augenblicks
Ewigkeit - Augenblick.

Für mich ist das keine Opposition, sondern nur ein Ausdruck dessen, wie schnell die Zeit vergeht, obgleich der Sand sehr langsam niederrieselt,
Minuten zu gefühlten Stunden werden, Jahre in der Retrospektive doch so schnell vergangen sind, als hätte man nur einmal gezwinkert.

Hier bin ich nun, in diesem Blog und will Augenblicke festhalten - und Ewigkeiten.

Gedanken und Ereignisse.
Geschehen und Erleben.
Gefühle und Ideen.

Ich will Ewigkeiten zu Augenblicken machen und Augenblicke zu Ewigkeiten.
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Profil

  • : Lilitha
  • lilitha
  • : weiblich
  • : 14.11.1981

Über diesen Blog

  • : 8.03.2008
  • : Blog von Lilitha
  • lilitha
  • : tagebuch
  • : Unsicherheitsphasen. Nach dem Abi, am Ende des Studiums, vor dem ersten richtigen Job, am Anfang des Berufslebens... "Zwischen den Zeiten" Und genau an diesem Ort befinde ich mich, nämlich genau zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
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