Die Ewigkeit des Augenblicks

Freitag, 18. september 2009
- veröffentlicht in: Die Ewigkeit des Augenblicks
... vor 3 Monaten niedergeschrieben und doch trifft der Artikel noch recht genau den Zustand, in dem ich mich befinde.
Dinge sind passiert, Dinge haben sich geändert - und doch auch wieder nicht.

Rationalität bestimmt meinen Gefühlshaushalt - ein Widerspruch in sich? Nicht wirklich.

Meine Mauer ist hoch und meine Mauer ist dick. Möglichkeiten hätte ich sicher gehabt. Hat die Vernunft die Gefühle in weiser Vorausicht negiert oder wären sie auch so nie erschienen. Das ist im Moment die eigentliche Frage  die sich mir stellt. 

Wäre es möglich gewesen mich in meinen Urlaubsflirt zu verlieben, dass sogar mehr entstanden wäre, hätte ich mich unvoreingenommen darauf eingelassen? Aber ich wollte es nicht. Das Wissen um eine Verflossene, der noch nachgetrauert wird, genügte um jegliche tiefere Gefühl denn Zuneigung aufkommen zu lassen.
Erotik & Zuneigung und ein enormes Gewöhnungspotenzial - aber mehr nicht.

Dabei bin ich von der Person an sich begeistert. Dabei gab es Momente, die ich in meinem Leben nie vergessen werde.

Hätte ich mich verlieben können, hätte ich es zulassen wollen.

Die Angst vor Verletzungen ist so gross, dass ich selbst an meine Gefühle nicht mehr reiche.

So bekam ich Bestätigung, hatte eine wunderbare Zeit, lachte viel und hatte Spass - doch erkenne ich eine Gefühlsarmut in mir, die mir selbst Angst macht.
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Montag, 6. juli 2009
- veröffentlicht in: Die Ewigkeit des Augenblicks

Mache ich mir wirklich so viele Gedanken, weil die Zeit diese Gedanken heraufbeschwört, weil die Geschehnisse die Thematik immer wieder herausfordern oder weil ich sie mir machen will und diese Gedanken zu mir gehören?

Bin ich in einem Alter, da ich gezwungen bin, darüber nachzudenken, weil es sonst irgendwann zu spät ist? Oder mache ich sie mir gerade wieder vermehrt, weil ich im Grunde inzwischen absolut isoliert von der sozialen Wirklichkeit und der Interaktion von Menschen lebe, in den letzten Monaten aber doch wieder ab und an daran teilgenommen habe.


Ganz nach dem Motto, man kann nicht geliebt werden, wenn man sich selbst nicht liebt, habe ich dieses Thema aus meinem Leben verbannt. Ich bin weder physisch noch psychisch mit mir zufrieden. Ich bin der Liebe nicht würdig im Moment. War ich es je? Mitunter vielleicht, aber das scheint lange her zu sein. Nichtsdestotrotz sehne ich mich wieder danach. Sehne mich nach Romantik, die ich gar zu selten und meist mit schmerzhaftem Ausgang erleben durfte. Sehne mich nach Berührungen, die kaum wirklich sind.


Ich zähre von Momenten der Nähe. Nähe die alkoholisiert entstand und zu Menschen, zu Männern von denen ich nichts zu befürchten habe. Männer bei denen ich mir gewiss sein kann, dass nichts nach kommt, dass jegliche Berührung – wenn überhaupt wahrgenommen – platonisch und unbedeutend für sie ist. Ein anlehnen in der Bar, ein Einhaken auf der Straße, eine Umarmung zum Abschied. Ja ich genieße diese Augenblicke, die im Grunde nichts bedeuten, Kleinigkeiten die aber Erinnerungen heraufbeschwören und ihnen neue Kraft verleihen.

 

Verdränge ich das Schmerzhafte der letzten Jahre, so habe ich wirkliche Romantik erfahren dürfen. Wie aus einem kitschigen Film. Und auch wenn meine Gegenüber in diesen Szenen den Schauspielern in ebengenannten Filmen wohl ähnlicher waren, als ich es wünschte, sie vielleicht vieles nur gespielt haben - so durfte ich es fühlen. Auch wenn es gerade diese Augenblicke waren, die mir im Nachhinein das Herz herausrissen, waren es doch auch die schönsten, knisterndsten, spannendsten überhaupt.

 

Ich verteufle mitunter den ein oder anderen Mann. Ich verteufle jedoch nicht das Gefühl. Und ich leugne es nicht. Ich habe geliebt, mich vielleicht im Mann geirrt, aber ich habe geliebt.

 

Und jetzt gerade ist die Erinnerung wieder präsent, die Erinnerung an Augenblicke und Ewigkeiten, die Sehnsucht danach zu fühlen.

 

 

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Samstag, 8. märz 2008
- veröffentlicht in: Die Ewigkeit des Augenblicks
 

Ein Blick in Vergangenes.

Ein Augenblick der zur Ewigkeit wurde.

Eine Ewigkeit die wieder zum Augenblick wurde.

 

Eine Woche, die einen Untergang einläutete.

Ein Woche, nur wenige Tage, nur wenige Stunden, können monatelang nachwirken.

 

Was geschieht, wenn einem Konsequenzen aus der Vergangenheit einholen, eine unsichere  Zukunft an einem mürbt und die Gegenwart über einem zusammenbricht? Was geschieht, wenn Geist und Körper auf einmal in Gefahr sind?

 

Was ist nun noch übrig von dem, was man vorher war?

 

Die Welt kann untergehen und man selbst mit ihr. Und doch steht man immer wieder auf.

 

In meinem Leben gab es diese Woche, die zur Ewigkeit wurde. Gefühle, die zerbrachen und deren Scherben tiefe Wunden rissen. Ein gebrochenes Ich und Sorge um die eigene Physis, die den Grat am Abgrund noch schmaler werden ließen. Ein Balanceakt über Jahre sollte folgen.

 

Aber es gab auch Gefühle und Taten, die nicht an die Zeit gebunden waren, deren Aussagen alles überdauern sollten. Zumindest in der Zukunft der zeithistorischen Gegenwart. Sag aus tiefstem Herzen jemandem, dass du ihn liebst und du fühlst die Zukunft und Ewigkeit des Gefühls, selbst wenn es viel später nur zu einem Augenblick wird, der verflogen ist, zu einer Vergangenheit wurde, die in dieser Gegenwart nichts mehr bedeutet.

 

Alles was wir erlebt haben, macht uns zu dem was wir sind. So gibt es glückliche und traurige Momente in jedem Leben, die ihre Nachwirkungen haben, die einen formen. Momente, die etwas auslösten und in ihrer Komplexität jegliche Zeitgebundenheit verloren, weil ihre Konsequenz darüber hinauslebt.

 

Ich bin die Konsequenz aus meiner Vergangenheit und jeder einzelnen Gegenwart und Zukunft, die ich erlebt habe.

Ich bin das sich immer wandelnde Resultat aus Augenblicken und Ewigkeiten, aus Momenten, die weitergedacht werden, aus Situationen, die weitergelebt werden, aus Visionen, die verloren sind.


Welche Vergangenheit wird einst die heutige Gegenwart für mich sein?

 

 

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  • : Unsicherheitsphasen. Nach dem Abi, am Ende des Studiums, vor dem ersten richtigen Job, am Anfang des Berufslebens... "Zwischen den Zeiten" Und genau an diesem Ort befinde ich mich, nämlich genau zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
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